Was haben Wasser und Gesundheit miteinander zu tun?Wasser und Gesundheit

Kurz gefasst: Mindestens 1,5 Liter gutes Wasser über den Tag verteilt trinken fördert die Gesundheit.

Wasser und Gesundheit gehören untrennbar zusammen. Wasser ist ein lebenswichtiger Bestandteil unseres Körpers. Im Durchschnitt besteht unser Organismus aus ca. 2/3 Wasser, wobei einzelne Bestandteile, wie z.B. Blut auch mehr als 95% Wasser enthalten können.

Ohne Nahrung kann der Mensch einige Tage oder auch Wochen auskommen, aber ohne ausreichende Wasserzufuhr haben wir bereits nach wenigen Stunden Ausfallerscheinungen. Wasser hat im Körper die Aufgabe, wichtige Nährstoffe zu den Zellen zu transportieren, aber auch Giftstoffe und Abbauprodukte aus dem Stoffwechsel zu entsorgen.

Der indische Autor Dr. Batmanghlidj stellt in seinem Buch „Sie sind nicht krank, Sie sind durstig“ die These auf, dass Wasser sehr viele degenerative Erkrankungen sogar heilen könnte. Ein sehr lesenswertes Buch.

Wieviel Wasser wird benötigt?

Es ist lebensnotwendig auf eine ausreichende Wasserzufuhr zu achten, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Der Organismus benötigt mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag. Dabei sind Getränke wie Kaffee oder Tee nicht mit eingerechnet.

An heißen Tagen, bei sportlicher Betätigung oder auch bei reger geistiger Arbeit kann der Wasserbedarf aber auch auf das Doppelte ansteigen. Bei intensivem Sport verlieren wir sehr große Wassermengen in Kombination mit einem Verlust an wichtigen Mineralsalzen. Menschen, die viel am Schreibtisch sitzen, vergessen einfach oft das Trinken, weil sie durch ihre konzentrierte Arbeit das Durstgefühl ignorieren.

Welche Symptome hat ein Wassermangel?

Die Folgen eines Wassermangels sind vielfältig. Angefangen bei Müdigkeit, schmerzenden Augen, Kopfschmerzen, nachlassender Konzentrationsfähigkeit und Leistung- und Antriebsschwäche über Muskelschmerzen bis hin zu Organerkrankungen reicht die Palette der möglichen Störungen. Auch degenerative Erkrankungen, eine gestörte Immunabwehr, immer wieder auftretende Hauterkrankungen und vieles andere können durch zuwenig Wasser verstärkt oder ausgelöst werden.

Wie trinke ich richtig?

Am besten trinken Sie ihre Wassermenge über den Tag verteilt. Wenn es Ihnen schwer fällt, stellen Sie sich an mehrere strategische Stellen, wie z.B. den Schreibtisch, in der Küche oder auch im Flur eine kleine Wasserflasche und trinken Sie jedes Mal, wenn Sie dort vorbeikommen einen großen Schluck Wasser. Nach einigen Tagen wird Ihnen das Trinken wieder in Fleisch und Blut übergehen.

Versuchen Sie das nächste Mal, wenn Sie z.B. Magen- oder auch Kopfschmerzen haben, einfach einen halben Liter Wasser, in kleinen Schlucken, über eine viertel Stunde verteilt zu trinken und beobachten Sie, wie in vielen Fällen die Schmerzen weniger werden und schliesslich ganz verschwinden.

Was sollen Sie trinken?

Sie sollten überwiegend reines Wasser, möglichst ohne Kohlensäure, trinken. Fruchsäfte, Kaffee, Tee oder ähnliche Getränke zählen nicht zur Wassermenge dazu, da zu ihrer Verstoffwechslung wieder zusätzliches Wasser im Körper benötigt wird. Wenn Ihnen ein Wasser ohne Kohlensäure noch nicht zusagt, dann nehmen Sie zumindest ein kohlensäurearmes Wasser.

Wasserfilter für „Kranenberger“

Wasser aus dem Wasserhahn ist grundsätzlich erst einmal unbedenklich. Aber je nach Zustand der Rohre und auch je nachdem wo das Wasser herkommt, sollte das Trinkwasser gefiltert werden. Dabei sind Filter, die nur mit Aktivkohle filtern, oft nicht ausreichend. Besser sind Kombifilter mit Umkehrosmose und Aktivkohle. Und, die Filter müssen regelmässig gewechselt werden.

Filter, die mit Silberionen geimpft sind, sollte man nicht verwenden, da hier von einigen Institutionen der Verdacht geäußert wird, dass Silberionen aufgenommen werden und sich im Körper anreichern. Silbermetalle stehen im Verdacht Störungen im Organismus zumindest zu fördern.

Wir haben in der Praxis diverse Wassergeräte getestet und können auf Anfrage gerne Tipps geben.

Ist Heilwasser gesund?

Heilwasser mit einem sehr hohen Mineralstoffanteil ist nicht zur täglichen Wasserversorgung geeignet. Dies steht auch meist auf den Flaschen. Sie sollten nur bei einem bestehenden Mangel an Mineralstoffen und nur in kleinen Mengen getrunken werden. Das sollten Sie aber mit Ihrem Behandler absprechen. Die zusätzliche Aufnahme von Mineralstoffen ist oft  nur bei Mangelerscheinungen und nach starker sportlicher Betätigung sinnvoll.

Wasser und Extremsportler

Leistungssportler sollten sich zudem über die richtige Versorgung mit Wasser und Mineralien bei Wettkämpfen und im Training beraten lassen. Insbesondere bei Sportarten, die mit extremen Wasser- und/oder Mineralienverlusten einhergehen, ist eine fundierte Planung der Wasserversorgung lebensnotwendig, da es sonst zu schweren Störungen im Elektrolyhaushalt kommen kann. Oft schon sind Menschen z.B. bei Marathonläufen in lebensbedrohliche Zustände geraten, weil sie die Wasser- und Mineralstoffversorgung nicht ernst genommen haben.

Trinken mit zunehmendem Alter

Wasser und Gesundheit werden im Alter ein immer wichtiger werdendes Problem. Im Alter, aber auch wenn wir Durst bewusst ignorieren, verlieren viele Menschen im Laufe der Zeit das Durstgefühl und trinken immer weniger. Die Folge ist ein zunehmender Wassermangel mit seinen gravierenden Folgen. Der Verlust an Körperwasser (Dehydration) ist ein sehr häufiges Symptom besonders bei Menschen über 60.

Trinken bei Herz- und Nierenerkrankungen

Schwierig wird die ausreichende Wasserzufuhr bei Vorerkrankungen des Herzens und der Ausscheidungsorgane. Bei Herzerkrankungen muss ein vernünftiger Kompromiss gefunden werden, da jede zusätzliche Flüssigkeitsmenge das Herz belastet. Auch bei Nierenerkrankungen ist abzuwägen, wieviel Wasser von dem kranken Organ ausgeschieden werden kann. Auch hier sollten Sie auf jeden Fall Ihren Behandler befragen.

Autor: Dipl. Inf. Michael Holstein, Journalist & Heilpraktiker

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